Samstag, 23. Juli 2016

Kurztrip nach Caorle

Nach vielen stressigen Arbeitswochen haben wir uns letztes Wochenende einen Kurztrip an die Obere Adriaküste gegönnt und da wir diesmal nicht extra weit fahren wollten haben wir uns für Caorle entschieden. Ein kleines Drei-Sterne Hotel am Weststrand Spiaggia di Ponente war recht schnell gefunden, wobei die Unterkunft ganz adria-like wirklich nichts Besonderes war, aber zum Übernachten hat das klimatisierte Zimmer allemal gereicht. Zum Glück lag das Hotel unmittelbar an der Promenade, sodass man Strand und Meer immer direkt vor Augen hatte.

Nach unserer Ankunft und einem wahrhaftigen Einpark-Marathon sind wir gleich die Hauptstraße Viale Santa Margherita hinauf spaziert, da es schon fast Mittag war und wir unbedingt etwas essen wollten. Bevölkert von zahlreichen Shops und Restaurants, wurden wir auf dieser Straße rasch fündig und zwar bei TNT Pizza, wo wir natürlich auch zwei Pizzen bestellt haben. Nach meiner Frutti di Mare mit feurigem Peperoncino-Öl war ich extrem satt, aber Pizza und Belag haben mir keine andere Wahl gelassen.

Den ganzen Nachmittag haben wir schließlich am Strand verbracht, wobei das Meerwasser momentan mit 25 Grad für mich die perfekte Bade-Temperatur erreicht hat. Trotz Sonnenschirm und Liegen war es am Strand relativ warm, sodass wir uns oft im Wasser Abkühlung verschaffen mussten. Einzig und allein den Weg vom Meer zurück zu den Liegestühlen bzw. zur Dusche, mit nassen Flipflops durch brennheißen Sand, mag ich gar nicht. Sonst war das Entspannen am Strand aber eher angenehm.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück im Hotel auf Richtung Altstadt, wobei man immer wieder auf prächtig blühende Oleander stößt.

Da das historische Stadtzentrum nicht nur zahlreiche Cafés beherbergt, sondern auch unzählige kleine Shops und den einen oder anderen Luxusmarken-Laden, lässt sich hier sowohl mit kleinem als auch mit großem Geldbeutel gut schoppen. Morgens oder vormittags ist die Haupteinkaufsstraße Rio Terrà delle Botteghe noch halbwegs ruhig um man kann die vielen engen Altstadt-Gässchen und Plätze beinahe allein erkundigen. Abends ist selbiges allerdings nicht mehr möglich, denn dann verwandelt sich der gesamte Stadtkern in eine verkehrsberuhigte Zone, in der es von Menschenmassen nur so wimmelt.

Ein kurzer Abstecher an das Hafenbecken der Altstadt durfte natürlich auch nicht fehlen, wobei sich dieser Abschnitt der Stadt in den letzten Jahren baulich sehr stark verändert hat. Nichts desto trotz hat das Hafenbecken mit seinen sanften Wasserspiegelungen immer noch ein ganz besonderes Flair. 

Ganz typisch für italienische Altstädte sind die bunten, häufig mit Fresken verzierten Fassaden der Wohnhäuser, welche das Stadtbild total lebhaft und interessant wirken lassen. Außerdem findet man an nahezu jeder Ecke und jedem Balkon mediterrane Pflanztöpfe und Blumenschalen mit wunderschönen Blüten...

Durch eine weitere schattige enge Gasse gelangt man auf den Vescovado Platz, wo nicht nur der historischen Dom Duomo Santo Stefano, sondern auch ein überaus schief stehender Turm begutachtet werden kann. Ähnlich wie in Pisa ist der schiefe Turm auch hier das Wahrzeichen der Stadt.

Original italienischer Cappuccino mit luftigem Milchschaum durfte bei unserer Altstadt-Shoppingtour selbstverständlich auch nicht fehlen, schließlich muss man zwischendurch mal etwas ausruhen und bei dem tollen Ausblick kann man einfach nichts falsch machen.

Von der Altstadt aus erreicht man in wenigen Minuten wieder die Strandpromenade, der in diesem Bereich eine Mole mit vielen künstlerischen Steinplastiken vorgelagert ist. Am nördlichen Ende der Promenade steht die kleine Kirche Santuario della Madonna dell' Angelo, mit ihrem charmanten Glockenturm. Auf der Promenade kann man übrigens kilometerlang am Meer entlang laufen, was dank der leichten Windbrise recht angenehm ist.

Kulinarische hat die italienische Küche so einiges zu bieten, weswegen wir mehrfach das Restaurant Ae 2 Rode besucht haben, das wirklich hervorragende landestypische Speisen anbietet. Es gibt doch nichts besseres als eine leichte Pizza mit Tomatensoße, Mozzarella, frischem Rukola und gehobeltem Parmesan. Als großer Fan von Meeresfrüchten musste ich auch den Vorspeisen-Teller mit gemischten roh zubereiteten Fisch-Spezialitäten probieren. Neben Oktopus-Salat, Lachsbrötchen, Räucherlachs-Dip, Scampi und eingelegten Sardellen, war ich vom Thunfisch-Carpaccio besonders angetan.

Wer den Strand bei nicht allzu großer Hitze und eher für sich genießen möchte, der sollte seinen Strand-Spaziergang am frühen Morgen machen. Zu dieser Tageszeit ist der feine Sand noch schön kühl, sodass man wunderbar barfuß laufen kann.

Leider ging unser Wochenende in Caorle sehr schnell vorbei, aber der Trip lohnt sich definitiv, auch wenn man nur kurz bleibt. Wohin ging euer letzter Kurztrip?

Kommentare:

  1. Wow, was für ein umfangreicher Bericht! Der Strand ist nicht nach meinem Geschmack aber die Innenstadt sieht total knuffig aus!

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    1. Ja, der Strand ist etwas gewöhnungsbedürftig, gerade wenn er voll besetzt ist, aber das ist eigentlich überall an der Oberen Adria so.

      LG Samantha

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  2. Wow was sind das für schöne Bilder? Sie laden richtig zum Träumen ein.

    LG Sabrina

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  3. Atemberaubend schön! Ich möchte da auch so gern hin.

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