Samstag, 4. Juni 2016

Mallorca im Frühling - Teil 4 - Botanicactus bei Ses Salines

Auf Mallorca gibt es gleich mehrere interessante Naturparks, also haben wir uns an einem bewölkten Vormittag ein Mietauto genommen und sind nach Ses Salines gefahren, einem der trockensten Orte der Insel, wo sich auch der Botanicactus Park befindet. Verteilt auf etwa 150.000 Quadratmetern findet man in diesem riesigen botanischen Garten ganz unterschiedliche Bereiche, bepflanzt mit unzähligen heimischen und mediterranen Pflanzenarten. Da mich Kakteen und Sukkulenten besonders interessieren, war der Botanicactus Park meine erste Wahl und ich bin so froh, dass wir es tatsächlich geschafft haben dieses Naturjuwel zu besichtigen. Außerdem befanden sich während unseres Besuchs echt nur sehr wenige Leute im Park, sodass wir das gesamte Areal wirklich für uns allein entdecken konnten. 

Im ersten Teil des weitläufigen Parks findet man einen Palmengarten mit unterschiedlichsten Palmenarten, der sich nach einer Weile in eine dicht bewachsene Bambuslandschaft verwandelt, wo tatsächlich nur noch der Weg sichtbar ist. 

Teilweise umrahmt von Bambus, hohen Gräsern und Schilf findet man am Rande des Areals einen künstlich angelegten See, in dem Wasserschildkröten und die üblichen Wasservögel schwimmen. An dieser Stelle war es so wunderbar ruhig, man hörte lediglich den Wind sanft durch die Gräser rauschen und leises Vogelgezwitscher. 

Anschließend nahmen wir den Weg über eine unberührte Blumenwiese, um den ummauerten Bezirk zu erreichen in dem die Kakteen und Sukkulenten untergebracht sind. Verschiedenste Agaven und Aloen, manche sogar zu riesigen Pölstern herangewachsen, warten hier auf ihren großen Auftritt. Obwohl diesen Sukkulenten, im Gegensatz zu den Kakteen, die Dornen fehlen muss man beim Fotos  schießen trotzdem darauf achten ihnen nicht allzu nahe zu kommen, da die Spitzen der Blätter mitunter sehr scharf sein können. 

Eingebettet in rote Erde existieren hier tausende Kugel-, Säulen- und Blattkakteen, an denen man sich trotz Vielfalt kaum satt sehen kann. Nördlich wurde auf dem Gelände sogar ein richtiger Hügel aufgeschüttet, der ebenfalls mit Kakteen bepflanzt wurde und von dem man einen wunderschönen Blick auf die darunter liegende wüstenähnliche Landschaft hat. 

Obwohl wir erst April hatten und Kakteen doch recht unterschiedliche Blütezeiten aufweisen, haben wir genügend gerade blühende Exemplare zu Gesicht bekommen. Meiner Meinung nach strahlen die Blüten herkömmlicher Pflanzen bei weitem nicht so intensiv, wie die farbenfrohen Blüten von Kakteen. 

Im Kakteen-Areal haben wir uns richtig lange aufgehalten, da es hier wirklich viele verschiedene Pfade gibt, die allesamt von Beeten mit immer wieder neuen Kaktus-Arten umrandet sind. Natürlich sollte man hier dann auch etwas länger verweilen, um sich in Ruhe alles ansehen zu können. 

Fast an jedem wunderbar leuchtenden Farbklecks war ich erneut dazu verleitet ein Foto zu knipsen, so gab es wirklich kein schnelles weiterkommen...

Richtig verwundert waren wir über die Tatsache, dass es im Park auch eine kleine Voliere gibt, wo man Truthähne, Fasane, Inselhühner und sogar Pfaue live sehen kann. Bis auf den Truthahn, der einen permanent angekräht hat, waren die Vögel alle ganz entspannt und interessant zu beobachten. 

Erst nach über einer Stunde hatten wir die beeindruckende Kakteen-Welt durch, wobei ich in diesem Bereich des Parks auch richtig viel gefilmt habe. 

Natürlich ist im Park auch ein großer Bereich mit typisch mallorquinischen Oliven- und Mandelbäumen vorhanden. Auf einem überschaubaren Platz sind zudem traditionelle landwirtschaftliche Geräte ausgestellt, mit denen man früher tatsächlich gearbeitet hat. Mit Blauregen bewachsene Pergolen führen nach und nach zu runder Steinbeeten in denen unterschiedliche alte Olivenbäume zu finden sind. Etwas abseits der Pergolen steht schließlich noch eine kleine Runde Steinhütte, deren Bedeutung wir nicht genau erfassen konnten. 

Kurz vor unserem verlassen des Parks wurde es nochmals richtig exotisch, wie man anhand der orangenen Papageienblumen und der meterhohen Bananenstauden gut erkennen kann. Insgesamt fand ich den Park richtig sehenswert, vor allem wenn man an der Flora und Fauna der Insel interessiert ist.

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