Mittwoch, 1. Juni 2016

Mallorca im Frühling - Teil 3 - Palma de Mallorca

Auf Mallorca ist es natürlich unumgänglich sich auch die Hauptstadt der Insel, also Palma de Mallorca selbst mal etwas genauer anzusehen, da die traditionsreiche Stadt wirklich in vielerlei Hinsicht etwas zu bieten hat. Mit über 400.000 Einwohnern ist Palma eine waschechte Großstadt, in der man Tage oder sogar Wochen verbringen müsste um alle interessanten Plätze und Orte zu erkunden. So viel Zeit hatten wir leider nicht, dennoch sind sich die typischen Touristenziele an einem Tag ausgegangen.

Mit dem Autobahnbus ging es also Richtung Hauptstadt, wo wir einfach zentral im Geschehen an der Plaça Reina aussteigen konnten. Geprägt von einem hübschen Springbrunnen inmitten eines Kreisverkehrs, erreicht man von diesem Platz direkt den Königspalast Almundaina und die umliegenden königlichen Gärten Jadines de'S Hort del Rei.

In diesen Gärten findet man einige hübsche Brunnenanlagen, überdachte Laubenwege und die berühmte Statue des Steinwerfers. Einzig und allein die Flut an Strandverkäufern, die selbst hier nicht davor zurückschrecken einem ihre Waren andrehen zu wollen, stört die friedliche Stimmung im Garten gewaltig. 

Lediglich ein paar Meter weiter, schließt die Kathedrale La Seu mit ihrem gewaltigen Vorplatz Parc de la Mar an die Palastgärten an. Eingenommen von einem riesigen künstlich angelegten Meerwassersee hat man von diesem Meerespark wohl auch den schönsten Ausblick auf die Kathedrale. Natürlich ist die Kathedrale die unangefochtene Nummer eins, wenn es um die Sehenswürdigkeiten Palmas geht, deshalb verwundert es auch kaum, dass es hier vor Touristen geradezu wimmelt. 

Danach machten wir uns auf den Weg zum Plaça de Cort, also dem Rathausplatz der Stadt, an dem ich mir unbedingt den uralten knorrigen Olivenbaum ansehen wollte. Dieser etwa 600 Jahre alte Baum ist der älteste Olivenbaum Palmas, wurde aber erst vor 20 Jahren auf dem Rathausplatz eingepflanzt.

Selbstverständlich findet man in Palma unzählige große Einkaufsstraßen und schmale Gässchen, gespickt mit stylischen sowie traditionellen Shops, Cafés und Bars aller Art. Besonders begeistert bin ich von diesen winzigen Lebensmittel-Läden, in denen trotz des Platzmangels eine bunte Vielfalt an regionalen Produkten zu finden ist. Während unserer Tour sind wir auch beim berühmten Forn des Teatre vorbeigekommen, die wohl bekannteste Konditorei Palmas, wo man ganz unterschiedliche lokale Gebäck-Spezialitäten ordern kann. Wer in Palma zwischendurch auch etwas Essen gehen möchte, der sollte sich eine gemütliche Tapas-Bar etwas abseits der typischen Touristen-Straßen suchen, denn sonst bezahlt man ein kleines Vermögen. 

Nur kurz gestaltete sich unser Besuch am Plaça Major, also dem eigentlichen Hauptplatz Palmas, von dem wir uns weitaus mehr erwartet haben, als einen schlichten von Arkaden-Gängen gesäumten rechteckigen Innenhof. In den Arkaden sind zwar Geschäfte, Cafés und Restaurants untergebracht, aber der Platz an sich ist eben eher unspektakulär, vor allem wenn man bedenkt, was Palma sonst so zu bieten hat. 

In der Altstadt von Palma existieren gleich mehrere Jugendstilgebäude, beinahe allesamt von Schülern Gaudis entworfen, die man als Architektur-Liebhaber unbedingt abklappern sollte. Unglaublich eindrucksvoll finde ich das von türkisblauen Mosaiken überzogene C'an Rei, zu finden am Plaça del Marquès de Palmer. Weiter geht es am Plaça Weyler, wo man das alte Gran Hotel mit seiner typischen Jugendstil-Fassade genauer entdecken kann. Leider ist im Bauwerk heutzutage kein Hotel mehr untergebracht, da es schon vor Jahren zur Kunstgalerie umfunktioniert wurde. Sehr schade, denn ich mag Hotels dieser Art, mit dem Charme der Kaiserzeit, extrem gerne. Sucht man nach den obligatorischen geschwungenen organischen Formen des Jugendstils wird man am Plaça del Mercat fündig, wo zwei fast spiegelgleiche Wohnhäuser dieser Art errichtet wurden.

Ein netter Spaziergang lässt sich auch an der Hafen-Promenade Palmas unternehmen, die zwar unmittelbar an einer mehrspurig befahrenen Hauptstraße läuft, aber durch die Bepflanzung mit Palmen, und unterbrochen von Parks doch sehenswert ist. Nach einer Viertelstunde Gehzeit auf der Promenade erreicht man einen leicht bergauf angelegten Park, der auf das Plateau mit den drei historischen Windmühlen von Es Jonquet führt. An der Promenade fließt übrigens auch ein über 400 Jahre alter Kanal Torrent de sa Riera ins Meer, der vor allem in regenreichen Zeiten Überschwemmungen in der Stadt verhindert. 

Nördlich von Palma, mitten auf einer Anhöhe, liegt das Castell de Bellver, eine gotische Rundburg, die früher als Festung und Gefängnis Nutzen fand. Da es bereits 7 Und abends war, als wir an der Burg ankamen, haben wir auf eine Besichtigung des Burginneren verzichtet und dafür den Panoramablick vom Hügel über die Stadt und den Hafen noch etwas genossen. Danach ging es nach einem echt langen und anstrengenden Tag zurück ins Hotel.

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