Mittwoch, 18. Mai 2016

Mallorca im Frühling - Teil 2 - Von Sóller bis Port d´Andratx

Mit einem Mietwagen, den wir uns in Playa de Palma ganz in der Nähe des Hotels besorgt haben, ging es, nach einem kurzen Stück Autobahn, über die Landstraße nach Sóller. Der Weg nach Sóller an der Nordwestküste Mallorcas führte uns über das Tramuntana Gebirge, das wir mittels Maut-Tunnel schnell hinter uns gelassen haben, in die grüne Tal-Landschaft, wo Unmengen von Zitronen, Orangen und Olivenbäumen wachsen. 

Da wir direkt in Sóller keinen Parkplatz mehr bekommen haben, das kleine Städchen ist nämlich schon in der Vorsaison von Touristen überflutet, sind wir hinunter ans Meer in den Hafen-Ort Port de Sóller gefahren. Die Hafen-Promenade dort wurde vor nicht allzu langer Zeit ganz neu gestaltet, wobei scheinbar auch der Strand frisch aufgeschüttet worden ist. Von der Promenade hat man nun einen richtig tollen Ausblick auf die gesamte Bucht und den schwarz-weiß gestrichenen Leuchtturm.

Der Hafen an sich ist ziemlich überschaubar, wie man an den zahlreichen kleinen Holz-Booten erkennen kann. Außerdem gibt es in der Umgebung des Hafens viele nette Cafés und Bars, wo man sich mit perfekter Aussicht eine Erfrischung gönnen kann.
 
Unten am Hafen sind wir schließlich in die historische Straßenbahn eingestiegen, die den ganzen Tag  zwischen Port de Sóller und Sóller auf und ab fährt. Da die Straßenbahn mitten durch die Altstadt von Sóller fährt, haben wir schließlich doch noch das Stadtzentrum und die Pfarrkirche Sant Bartumeo gesehen. Natürlich fährt von Sóller auch der bekannte Rote Blitz, also eine über hundert Jahre alte Eisenbahn, mit der früher die Zitronen nach Palma transportiert wurden, aber für diese Fahrt blieb diesmal leider keine Zeit.

Nachdem die Straßenbahn uns wieder unten im Hafen abgesetzt hat fuhren wir mit unserem Mietwagen Richtung Westen die Küstenstraße weiter entlang. Die nächste größere Ortschaft ist das malerische Künstlerdorf Deia, das auf einem Hügel gebaut wurde. Überall in dieser Gegend findet man übrigens terrassierte Steilhänge zum Meer, die einst von den Mauren als bewässerte Anbaugebiete auf Mallorca eingeführt wurden. Einen wirklich kurzen Abstecher nach Valdemossa, wollten wir uns auch nicht nehmen lassen, allerdings finden wir den Ort an sich etwas spektakulärer als das hochgejubelte Kartäuser-Kloster für die Touristen. 

Weiter westlich findet man in der Umgebung vom Ort Banyalbufar sehr schöne Villen am Steilhang und einen alten runden Wachturm namens Talaia de ses Animes, der früher als Aussichtsturm genutzt wurde, um Piratenangriffe frühzeitig zu entdecken. 

Beendet haben wir unsere erste Inseltour in Port Andratx, einem der nobelsten Orte Mallorcas, in dem auch viele Luxusvillen zu finden sind. Ein besonders hübscher Anblick ist der kleine Fluss, der ins Hafenbecken von Port Andratx mündet und dessen beschilfte Ufer von winzigen Booten besetzt sind. In diesem Hafen findet man aber nicht nur teure Yachten, sondern auch von Möven umschwärmte Fischerboote, die ihren frischen Fang an Land bringen. Wer nach Gegensätzen sucht der sollte Port Andratx unbedingt mal einen Besuch abstatten. 

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Liebe Grüße Samantha