Montag, 11. August 2014

MAC Eye Shadow - How to Depot - Vom Mono in die Palette

Wenn es um Lidschatten geht, so bietet einem MAC sicherlich die größte Auswahl an unterschiedlichen Nuancen, feinsten Schattierungen und verschiedensten Finishes. Wie sicherlich viele wissen dürften gibt es die MAC Eye Shadows nicht nur als klassischen Mono-Lidschatten im aufklappbaren Döschen zu kaufen, sondern auch als einzelne Refill Pan Pfännchen, die sich ganz nach persönlichem Geschmack in Paletten kombinieren lassen. Da ich es gerne übersichtlich und einheitlich mag, bevorzuge ich einfach die platzspatende Paletten-Variante. 

Natürlich haben sich im Laufe der Zeit trotzdem einige Lidschatten angesammelt, die ich im Mono- Döschen gekauft habe, weil sie ausschließlich im Rahmen einer limitierten Kollektion erschienen sind und nie als Refill erhältlich sein werden. Zu einzelnen Lidschatten greife ich nicht besonders oft, also müssen sie depottet werden, was bedeutet das man das Lidschattenpfännchen vom Döschen befreit, um es in Palette packen zu können. Wahrscheinlich gibt es zahlreiche Methoden, wie man ein MAC Mono von der ungewünschten Hülle befreit, aber ich komme am besten mit der Glätteisen- Methode zurecht. Neben dem eben erwähnten Glätteisen braucht man noch eine spitze Nagelfeile aus Metall, einen Metall-Stilkamm, Küchenpapier, selbstklebende Magnetplättchen und optional ein Lösungsmittel für Kleberreste. 

Als erstes öffnet man einfach das Döschen des Lidschattens, wobei das eigentliche Objekt der Begierde, das metallene Pfännchen mit dem Eyeshadow, in einer gesonderten Kunststoffhalterung sitzt, die in die Dosenhülle hineingeklickt ist. Um diesen Einsatz mit dem Pfännchen nun zu lösen, fahrt man mit der spitzen Nagelfeile in die schmale Rille, die sich direkt über dem Einraster für den transparenten Deckel befindet. Vorsichtige sanfte Drehbewegungen, kombiniert mit leichtem Druck lassen den Einsatz bald nach oben herausspringen und man ist dem Paletten Eyeshadow schon etwas näher. Bei diesem Schritt muss man nur aufpassen, dass man mit der Feile nicht versehentlich abrutscht und so die Oberfläche des Lidschattens abschrammt, aber mit etwas Geduld sollten sich solche Unfälle vermeiden lassen.

Weiter gehts mit dem Lidschatten Einsatz, das plötzlich leere Döschen stellt man sich erstmals auf die Seite, es kommt erst später wieder zum Einsatz, zumindest wenn man auch den rückseitigen Aufkleber mit dem Namen weiterverwenden möchte.

Eingestellt auf mittlere Hitzestufe, wärme ich nun mein Glätteisen vor und warte ab, bis die Keramikflächen ordentlich heiß geworden sind. Um das Glätteisen zu schützen, lege ich einfach ein Stück Küchenrollen-Papier auf und stelle darauf dann für ein bis zwei Minuten meinen Lidschatteneinsatz ab. Der Einsatz soll in diesem Fall wirklich nur solange erwärmt werden, bis das Plastik auf der Unterseite etwas weich geworden ist und sich somit einfacher verformen lässt. 

Vorsichtig legt man den warmen Einsatz nun verkehrt auf den Tisch und drückt mit dem Metallstil des Kamms die Mitte nach unten. Wenn das Plastik warm genug ist, lässt es sich relativ leicht eindrücken, ist selbiges nicht der Fall, muss der Lidschatteneinsatz nochmal für eine Minute zurück aufs Glätteisen. Für gewöhnlich funktioniert das Eindrücken aber schon beim ersten Mal, wobei man nur so weit drückt, bis das eigentliche Lidschattenpfännchen etwas über den Rand hervorspringt. Rauchendes Plastik oder Einbrennen ganzer Löcher erspart man sich bei dieser Methode glückerlicherweise gänzlich, was sicherlich auch schonender für den Lidschatten ist.

Zum zweiten Mal verwende ich nun die spitze Nagelfeile, um damit behutsam unter den schmalen Spalt zwischen Metallpfännchen und Einsatz zu fahren und das Pfännchen langsam herauszuhebeln. Der Kleber unter dem Pfännchen sollte sich halbwegs einfach lösen lassen, man sollte das Pfännchen aber trotzdem nicht sofort gierig mit den Fingern anfassen und rausziehen, da das Metall im ersten Moment nach dem Glätteisen noch ganz schön heiß sein kann. Lieber kurz abkühlen lassen und die Pfanne dann komplett entnehmen.

Wie man sieht wird der Einsatz mit dieser Methode nicht groß beschädigt, die Beule lässt sich sogar teilweise wieder zurückdrücken und auch dem Lidschatten geht es prima.

Da ich meine Sachen gerne sauber habe, entferne ich hartnäckige Kleberreste auf der Rückseite des Pfännchens mittels Lösungsmittel und Wattepad, wobei ich diese Arbeit beim Depotten am wenigsten leiden kann. Dennoch sollte der Untergrund halbwegs vernünftig aussehen, bevor man zum nächsten Schritt übergeht.

Ein richtiges MAC Refill braucht definitiv auch die Etikette mit Namen bzw. Finish auf der Pfännchen-Unterseite, deshalb werfe ich mein Glätteisen nochmal kurz an und stelle das leere Döschen für circa 20  Sekunden mit der Etiketten-Seite auf und warte bis sich der Aufkleber einfach abziehen lässt.

Komplett entleert stecke ich Döschen und Einsätze wieder zusammen und schmeiße sie in meine Back to MAC Kiste, wo sie darauf warten können eines Tages gegen einen hübschen Lippenstift eingetauscht zu werden. 

Fehlt nur noch ein dünnes Klebe-Magnetplättchen, das ich auf die richtige Größe zugeschnitten an der Rückseite des Pfännchens anbringe. Die vorhin gelöste Etikette schneide ich ebenfalls zurecht, um sie am Magneten festzukleben. 

So einfach entsteht ein depottetes Refill, das sich ohne Unterschied zu den originalen Refill-Pfannchen in die magnetische Leerpalette einlegen lässt. Es reicht übrigens aus ein 0.7 mm starkes Magnetplättchen zu verwenden, damit der Lidschatten nicht aus der Palette fällt.

Welche Methode verwendet ihr am liebsten um eure Lidschatten zu depotten? 

Kommentare:

  1. ein sehr schönes posting und wirklich toll beschrieben ... das einzig "blöde" ist, dass man dann die plastikhüllen nicht fürs "back2mac" verwenden kann (wobei das für alle österreicherinnen egal ist, weil diese aktion in ö nicht angeboten wird!)

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  2. Toller blog post = D
    Ich habe meine ja auch Depotet ^^

    Liebe grüße ^^

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